Im Internet

Warum man Bewertungen nicht glauben darf

Im Internet findet man allerhand Bewertungen. Jetzt ist ein Airbnb-Vermieter wegen einer schlechten Beurteilung ausgerastet. Eine Glose von Christopher Menge.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 03. Juni 2022 | 07:59 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 03. Juni 2022 | 07:59 Uhr
  • 14. Juni 2022
Anzeige
Celle.

Wo können wir denn hier noch etwas essen? Diese Frage stellten sich ein Kumpel und ich vor einigen Jahren, nachdem er mich von der Bremer Uni abgeholt hatte. Kurz das Smartphone gezückt – und gegoogelt. Die Bewertung "War früher mal gut" ließ uns nicht davon abbringen, in ein chinesisches Restaurant in der Nähe einzukehren und dort den Mittagstisch zu bestellen.

Aus Sicht des Restaurants unglücklicherweise gehören weder mein Kumpel noch ich zu den Menschen, die Bewertungen im Internet abgeben. Denn sonst hätte sich zu dem "War früher mal gut" auch noch ein "Schmeckt heute noch super" gesellt. Aber mit den Bewertungen im Internet ist das ja so eine Sache.

Schlechte Bewertung: Airbnb-Vermieter rastet aus

In Australien ist jetzt ein wütender Airbnb-Vermieter aufgrund einer "schlechten" Beurteilung ausgerastet. Die Sache ging sogar vor Gericht, wie die Internetseite dailymail.co.uk schreibt. Nachdem der Gast sein Haus nur "in Ordnung" fand, schickte der Vermieter ihm böse E-Mails und sagte ihm, er solle "in der Hölle schmoren".

Das Ergebnis: Neben der schlechten Bewertung hat der Vermieter jetzt auch noch eine Geldstrafe in Höhe von 2500 US-Dollar aufgebrummt bekommen.

Nicht allen Bewertungen im Internet glauben

Ich werde weiterhin darauf verzichten, Bewertungen im Internet abzugeben. Wenn ich mit etwas unzufrieden bin, spreche ich das lieber direkt an. Und mein Erlebnis in Bremen zeigt, dass man auf keinen Fall allen Bewertungen glauben darf.

Von Christopher Menge

Von