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Knastfantasien sind in Celle Grenzen gesetzt

Was könnte man nicht alles aus dem ehemaligen Knast Salinenmoor machen. Doch der Fantasie sind Grenzen gesetzt. Eine Glosse von Gunther Meinrenken.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 25. Mai 2022 | 08:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 25. Mai 2022 | 08:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Was für ein Schnapper: Mit gerade einmal 250.000 Euro ist jetzt das Bieterverfahren für die ehemalige Justizvollzugsanstalt Salinenmoor gestartet. Das mit allen Nebengebäuden und anderen Flächen fast zwölf Hektar große Areal, das auf den einschlägigen Portalen übrigens als Einfamilienhaus mit 110 Zimmern und 13.900 Quadratmetern Wohnfläche angeboten wird, bietet viele Möglichkeiten. Was könnte man daraus nicht alles machen.

Wie wäre es mit einem Escape-Room?

Ganz klar: ein Hotel. Das hat schon an anderen Orten in ehemaligen Gefängnissen funktioniert. Die Erlebnis-Hotelerie gepaart vielleicht mit Ausflugsgastronomie jagt den Gästen einen Schauer über den Rücken. Und es bleibt sogar noch genug Platz, um die Idee mit anderen Konzepten zu kombinieren. Zum Beispiel mit einer Lasertag- oder Paintballhalle, oder einer Parcours-Arena. Mein persönlicher Favorit, sorry, aber den kann ich mir nicht verkneifen: ein Escape-Room.

Stadt Celle möchte es beschaulich

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, möchte man an dieser Stelle sagen, doch das stimmt leider nicht. Denn die Stadt Celle will es lieber etwas beschaulicher. Hotel, ist nicht. Was geht: landwirtschaftliche Nutzung oder etwa Windräder oder ein Solarpark. Wir sagen dazu neudeutsch gesprochen: lame, was übersetzt so viel heißt wie gähhhnnn. Da hätten wir der Stadt wirklich mehr Fantasie zugetraut.

von Gunther Meinrenken

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